![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
![]() |
Dieser Arbeit (Bd. 1-2, Dissertation, verteidigt April 2005) geht eine mehr als vierjährige Erfassung aller ehemaligen Gutsstandorte in Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 1996 bis Ende 1999 voraus. Erste Beschäftigung mit dem Thema ‚Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern‘ war die im April 1995 am Institut für Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verteidigte Diplomarbeit „Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern Kreis Parchim – ehemals die Kreise Sternberg, Lübz, Parchim und Schwerin-Land. Bewertung der Architektur – besonders des Historismus des 19. Jahrhunderts im Zeitraum 1830 bis 1920“: erfaßt wurden 118 Gutshäuser, einem Orientierungsschema Historismus zugeordnet, Standort und äußere Baugestalt beschrieben und gewürdigt.
Renate de Veer 2002: Guts(haus)architektur als eine der Hauptgattungen der Profanarchitektur in Mecklenburg-Vorpommern ist bis heute „ein ausgesprochenes Stiefkind der Forschung geblieben“. Publikationen zum Thema sind in erster Linie Bildbände, die ‚schönsten Schlösser‘ abbildend. Den Worten C. Mecksepers ist im Bezug zur Gutsarchitektur nichts hinzuzufügen. Es ist höchste Zeit, der Gutsarchitektur in ihrer Gesamtheit den gebührenden Stellenwert in der Architekturgeschichte einzuräumen. „Die ‚Lebensform Gut‘ zu begreifen, heißt sie sichtbar und lesbar zu machen.“ Die vorliegende 2. Auflage wurde völlig überarbeitet und erweitert, d. h. u. a., daß die Bände neu geordnet wurden, einige Standorte wurden aktualisiert und oder es wurden Ergänzungen vorgenommen. Die Fotos zu den einzelnen Standorten wurden neu gesetzt und ihre Druckqualität verbessert. Gutsanlagen, Guts- und Herrenhäuser und Schlösser gehören zu den wichtigsten Zeugnissen der Geschichte der Länder Mecklenburg und Vorpommern. Sie repräsentieren als steinerne Hinterlassenschaft Lebenswirklichkeit der Vergangenheit. Diese Zeugnisse des Wirkens unserer Vorfahren zu erhalten, ist von zentraler Bedeutung für die Identitätsfindung der hier lebenden Menschen. Das hier vorliegende Werk hat es so in Deutschland bisher nicht gegeben – eine vollständige und detailgenaue Dokumentation aller Gutshäuser und aller Gutsanlagen in Mecklenburg und Vorpommern. In diesem Werk stecken über 15 Jahre intensive Arbeit. Die Autorin hat mehr als 3000 Standorte persönlich besucht – und oftmals einen Zustand in Wort und Bild festgehalten, der heute bereits Geschichte ist. Das vorliegende Werk erschließt Gutsarchitektur in Mecklenburg-Vorpommern als Komplex einer besonderen Lebensform. Eine solche Darstellung der "Lebensform Gut" ermöglicht es, die Bauaufgabe in ihrer ganzen kulturprägenden Bedeutung aufzuzeigen und gleichzeitig das Verhältnis von Architektur und Lebensform unter dem Einfluß zivilisatorischer Entwicklung im baulichen Wandel darzulegen. Dabei wird vergleichend auf den Komplex Gutsanlage aufmerksam gemacht, Burg, Gut und Stadt in Beziehung gesetzt und Verbindendes aufgezeigt. |
|